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Kostenvergleich Lizenzierte vs. Freie Software

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IT-Kostenvergleich für 20 Mitarbeiter: Microsoft vs. Proxmox, Mailcow und OPNsense

Was kostet eine professionelle IT-Infrastruktur für ein Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern? In dieser kaufmännischen Beispielrechnung werden zwei technisch vergleichbare IT-Umgebungen gegenübergestellt.
Auf der einen Seite steht eine klassische Microsoft-basierte Infrastruktur mit Windows Server, Hyper-V, Active Directory, Exchange Hybrid, Veeam, PRTG, NinjaOne und Sophos Firewall.
Auf der anderen Seite steht eine weitgehend Open-Source-basierte Infrastruktur mit Proxmox VE, Proxmox Backup Server, Samba Active Directory, Samba Fileserver, Mailcow Dockerized, Checkmk Raw, Tactical RMM und OPNsense Business Edition.
Verglichen werden die Lizenzkosten, die Einrichtungskosten und die Kosten eines späteren Generations- oder Versionsupgrades.
Kalkulatorischer Stundensatz: 100 Euro netto pro Stunde.

Die beiden IT-Lösungen im Vergleich

System 1: Microsoft-basierte Infrastruktur

  • Windows Server
  • Hyper-V
  • Active Directory Domain Controller
  • Windows Fileserver
  • Exchange Hybrid / Exchange Online
  • Veeam Data Platform Essentials
  • PRTG Network Monitor
  • NinjaOne RMM
  • Sophos XGS Firewall mit Xstream Protection

System 2: Proxmox- und Open-Source-Infrastruktur

  • Proxmox VE Basic
  • Proxmox Backup Server
  • Samba Active Directory Domain Controller
  • Samba Fileserver
  • Mailcow Dockerized
  • Checkmk Raw
  • Tactical RMM mit Amidaware Code Signing
  • OPNsense Business Edition

1. Lizenzkosten: Microsoft gegen Proxmox und Open Source

Die laufenden Lizenz- und Subscriptionkosten stellen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen einen wesentlichen Teil der langfristigen IT-Kosten dar.

Für diese Beispielrechnung werden rund 20 Benutzer beziehungsweise 20 verwaltete Arbeitsplätze angenommen.

Funktion System 1 Kosten System 1 System 2 Kosten System 2
Wiederkehrende Softwarekosten pro Jahr ca. 4.600–4.800 €   ca. 1.035 €
Virtualisierung / Serverbetriebssystem Windows Server / Hyper-V ca. 2.500 € einmalig
inklusive Serverlizenz und ca. 20 User-CALs als Kalkulationsbasis
Proxmox VE Basic 370 € / Jahr je belegtem CPU-Sockel
Domain Controller Windows Active Directory über Windows Server und CALs Samba Active Directory 0 €
Fileserver Windows Fileserver über Windows Server und CALs Samba Fileserver 0 €
E-Mail Exchange Hybrid / Exchange Online ca. 840 € / Jahr
Beispielrechnung mit Exchange Online Plan 1 für 20 Benutzer
Mailcow Dockerized 0 €
Backup Veeam Data Platform Essentials ca. 400–450 € / Jahr Proxmox Backup Server 0 €
ohne optionale Support-Subscription
Monitoring PRTG 500 ca. 2.050–2.100 € / Jahr Checkmk Raw 0 €
Remote Monitoring & Management NinjaOne RMM ca. 770–800 € / Jahr
bei rund 20 verwalteten Endpunkten
Tactical RMM / Amidaware ca. 515 € / Jahr
inklusive Code Signing, bis 199 Endpunkte
Firewall Sophos XGS mit Xstream Protection ca. 530–550 € / Jahr
zzgl. einmaliger Firewall-Appliance
OPNsense Business Edition 149 € / Jahr

Ergebnis der Lizenzkosten

Die Microsoft-basierte Lösung verursacht damit in dieser Beispielkonfiguration ungefähr 4.600 bis 4.800 Euro wiederkehrende Lizenz- und Subscriptionkosten pro Jahr.

Die Proxmox- und Open-Source-basierte Lösung liegt bei ungefähr 1.035 Euro pro Jahr.

Die Einsparung beträgt damit etwa 3.600 bis 3.800 Euro pro Jahr beziehungsweise rund 75 bis 80 Prozent.

Sophos Firewall vs. OPNsense Business Edition

Für einen Betrieb mit etwa 20 Mitarbeitern kann beispielsweise eine Sophos XGS 108 eingesetzt werden. Zusätzlich zur Hardware fallen bei aktiviertem Xstream Protection laufende Subscriptionkosten an.

Die OPNsense Business Edition arbeitet dagegen mit einem wesentlich schlankeren Subscriptionmodell und kostet unabhängig von der Appliance rund 149 Euro netto pro Installation und Jahr.

NinjaOne vs. Tactical RMM

NinjaOne arbeitet typischerweise mit einem nutzer- beziehungsweise endpointbasierten Lizenzmodell.

Tactical RMM kann selbst betrieben werden. Mit der Amidaware Tier-1- Subscription stehen zusätzlich unter anderem Code Signing und weitere kommerzielle Funktionen zur Verfügung.

Gerade bei steigender Zahl verwalteter Endpunkte kann sich dadurch ein deutlicher Kostenvorteil ergeben.

2. Einrichtungskosten: Microsoft vs. Proxmox und Open Source

Neben den Lizenzkosten ist der tatsächliche Arbeitsaufwand für Installation, Konfiguration und Datenmigration ein zentraler Kostenfaktor.

Grundlage: 100 Euro netto pro Arbeitsstunde.

Einrichtung System 1: Windows Server, Exchange, Hyper-V und Sophos

Komponente Arbeitszeit Kosten
Gesamt ca. 27–33 Stunden ca. 2.700–3.300 €
Windows Server und Hyper-V ca. 3 Stunden 300 €
Active Directory und Fileserver inkl. Datenübernahme ca. 4–5 Stunden 400–500 €
Exchange Hybrid / Mailmigration ca. 8–12 Stunden 800–1.200 €
Veeam ca. 1–2 Stunden 100–200 €
PRTG ca. 3 Stunden 300 €
NinjaOne RMM ca. 4 Stunden 400 €
Sophos Firewall ca. 4 Stunden 400 €

Einrichtung System 2: Proxmox, Samba, Mailcow und OPNsense

Komponente Arbeitszeit Kosten
Gesamt ca. 13–14 Stunden ca. 1.300–1.400 €
Proxmox VE inklusive Proxmox Backup Server ca. 2 Stunden 200 €
Samba DC und Fileserver aus LXC Toolbox inkl. Datenübernahme ca. 3–4 Stunden 300–400 €
Mailcow Dockerized aus LXC Toolbox inkl. Datenübernahme ca. 4 Stunden 400 €
Checkmk Raw aus LXC Toolbox mit sysops Push Agent ca. 1 Stunde 100 €
Tactical RMM inkl. Amidaware Code Signing ca. 1 Stunde 100 €
OPNsense Business Edition ca. 2 Stunden 200 €

Direkter Vergleich der Einrichtungskosten

Kostenblock Microsoft / Sophos Proxmox / Open Source / OPNsense
Arbeitsaufwand ca. 27–33 Stunden ca. 13–14 Stunden
Einrichtungskosten ca. 2.700–3.300 € ca. 1.300–1.400 €

Die Open-Source-basierte Umgebung benötigt in dieser standardisierten Beispielkonfiguration ungefähr die Hälfte der Einrichtungszeit.

Ein wesentlicher Grund ist der Einsatz standardisierter Installationswege und vorgefertigter LXC-Toolbox-Systeme für Samba, Mailcow und Checkmk.

3. Kosten eines Generations- oder Versionsupgrades

Neben den laufenden Lizenzkosten spielen auch spätere Generationswechsel eine wichtige Rolle bei der Total Cost of Ownership einer IT-Infrastruktur.

Generationsupgrade der Microsoft-Infrastruktur

Komponente Geschätzter Aufwand Kosten
Arbeitsleistung gesamt ca. 12,5–22,5 Stunden ca. 1.250–2.250 €
Windows Server / Hyper-V 3–4 Stunden 300–400 €
Active Directory / Fileserver 2–3 Stunden 200–300 €
Exchange Hybrid 4–12 Stunden 400–1.200 €
Veeam ca. 1 Stunde 100 €
PRTG ca. 1 Stunde 100 €
NinjaOne ca. 0,5 Stunden 50 €
Sophos Firewall ca. 1 Stunde 100 €

Bei einem echten Wechsel auf eine neue Windows-Server-Generation können zusätzlich neue Windows-Server- und CAL-Lizenzen notwendig werden.

Werden dafür kalkulatorisch noch einmal rund 2.500 Euro angesetzt, ergeben sich für einen kompletten Generationswechsel Gesamtkosten von ungefähr 3.750 bis 4.750 Euro netto.

Generationsupgrade der Proxmox- und Open-Source-Infrastruktur

Bei Proxmox VE, Proxmox Backup Server, Debian, Samba, Mailcow, Checkmk, Tactical RMM und OPNsense erfolgen Versionswechsel überwiegend über Paketverwaltung, integrierte Upgrade-Prozeduren oder Docker.

In einer standardisierten Umgebung ist deshalb pro Komponente häufig maximal etwa eine Stunde Arbeitszeit erforderlich.

Komponente Maximaler Aufwand Kosten
Gesamt max. 7 Stunden max. 700 €
Proxmox VE max. 1 Stunde 100 €
Proxmox Backup Server max. 1 Stunde 100 €
Samba DC / Fileserver max. 1 Stunde 100 €
Mailcow Dockerized max. 1 Stunde 100 €
Checkmk Raw max. 1 Stunde 100 €
Tactical RMM max. 1 Stunde 100 €
OPNsense Business Edition max. 1 Stunde 100 €

Direkter Vergleich der Upgrade-Kosten

Kostenblock Microsoft / Sophos Proxmox / Open Source / OPNsense
Arbeitskosten ca. 1.250–2.250 € max. 700 €
Neue Server-/CAL-Lizenzen ggf. ca. 2.500 € 0 €
Generationswechsel gesamt ca. 3.750–4.750 € max. 700 €

Gesamtergebnis: IT-Kosten für 20 Mitarbeiter im Vergleich

Kostenblock Microsoft / Sophos Proxmox / Open Source / OPNsense
Laufende Lizenz- und Subscriptionkosten ca. 4.600–4.800 € / Jahr ca. 1.035 € / Jahr
Einrichtungskosten ca. 2.700–3.300 € ca. 1.300–1.400 €
Arbeitskosten Generationsupgrade ca. 1.250–2.250 € max. 700 €
Neue Lizenzen beim Generationswechsel ggf. ca. 2.500 € 0 €
Generationswechsel gesamt ca. 3.750–4.750 € max. 700 €

Fazit: Open Source kann die IT-Betriebskosten deutlich reduzieren

Der Vergleich zeigt, dass sich die Unterschiede zwischen beiden IT-Konzepten nicht nur auf Lizenzkosten beschränken.

Bereits bei der Einrichtung benötigt die standardisierte Proxmox- und Open-Source-Umgebung in diesem Beispiel nur rund 13 bis 14 Arbeitsstunden, während die Microsoft-basierte Umgebung bei rund 27 bis 33 Stunden liegt.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei den laufenden Lizenzkosten. Während Windows Server, Exchange, Veeam, PRTG, NinjaOne und Sophos zusammen mehrere Tausend Euro pro Jahr verursachen können, liegen die wiederkehrenden Kosten für Proxmox VE Basic, Tactical RMM und OPNsense Business Edition erheblich niedriger.

Zusätzlich können spätere Versions- und Generationswechsel bei Proxmox, Samba, Mailcow und anderen Linux-basierten Komponenten häufig mit geringem Aufwand über Paketverwaltung oder Docker durchgeführt werden.

Unternehmen sollten deshalb nicht ausschließlich die Anschaffungskosten einer IT-Plattform betrachten, sondern immer die Total Cost of Ownership über mehrere Jahre.

Häufige Fragen zum IT-Kostenvergleich

Ist Open Source für Unternehmen wirklich kostenlos?

Viele Open-Source-Produkte können ohne klassische Lizenzkosten genutzt werden. Kosten entstehen trotzdem durch Installation, Wartung, Support, Monitoring, Backup und Administration.

Was kostet Proxmox VE für kleine Unternehmen?

Eine Proxmox VE Basic Subscription kostet derzeit rund 370 Euro netto pro Jahr und belegtem CPU-Sockel.

Was kostet OPNsense Business Edition?

Die OPNsense Business Edition kostet derzeit rund 149 Euro netto pro Installation und Jahr.

Was kostet Tactical RMM mit Code Signing?

Die Amidaware Tier-1-Subscription für Tactical RMM liegt derzeit bei ungefähr 600 US-Dollar pro Jahr und unterstützt bis zu 199 Endpunkte. Code Signing ist enthalten.

Warum sind Versionsupgrades bei Proxmox und Open Source oft günstiger?

Viele Komponenten können direkt über Paketverwaltung, integrierte Upgrade-Prozeduren oder Docker aktualisiert werden. Neue Betriebssystem- oder Benutzerlizenzen sind bei normalen Versionswechseln meist nicht erforderlich.

Warum ist die Einrichtung mit LXC Toolbox schneller?

Standardisierte LXC-Templates und vorbereitete Installationsroutinen reduzieren den manuellen Installations- und Konfigurationsaufwand. Dadurch lassen sich Systeme wie Samba, Mailcow und Checkmk schneller reproduzierbar bereitstellen.

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